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Baggerbiss auf der Jagsthöhe

21. August 2026

Rückbau des ehemaligen technischen Bereichs hat begonnen

Mit einem symbolischen Baggerbiss fiel Anfang August der Startschuss für den Rückbau des technischen Bereichs der ehemaligen Reinhardt-Kaserne in Ellwangen. Zum offiziellen Start der Rückbauarbeiten kamen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Ellwangen, der Entwicklungsgesellschaft Ellwangen GmbH, der beteiligten Planungs- und Bauunternehmen sowie Mitglieder des Gemeinderats und des Aufsichtsrats der Entwicklungsgesellschaft auf dem Areal der Jagsthöhe zusammen.

Bedeutender Schritt für die Quartiersentwicklung

Bei der Veranstaltung hoben Bürgermeister Volker Grab sowie Ulrich Nagl, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ellwangen GmbH, die Bedeutung des Projekts für die Stadt Ellwangen und die gesamte Region hervor und gaben einen Ausblick auf die nächsten Entwicklungsschritte.

Mit der Entwicklung der Jagsthöhe entsteht auf einer rund 23 Hektar großen Konversionsfläche eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte Ellwangens. Künftig soll hier Wohnraum für rund 2.000 Menschen entstehen. Geplant sind Baugrundstücke für 174 Einzelhäuser, 68 Mehrfamilienhäuser sowie 4 Bürogebäude. Ergänzt wird das Quartier durch eine Kindertagesstätte, öffentliche Freiräume, Spielplätze und vielfältige Begegnungsräume.

„Mit dem heutigen Baggerbiss startet ein weiterer wichtiger Abschnitt auf dem Weg zu einem lebendigen und zukunftsorientierten Stadtquartier“, betonte Bürgermeister Volker Grab. „Die Jagsthöhe ist die wesentliche Antwort auf den zukünftigen Wohnraumbedarf der Stadt und schafft gleichzeitig einen nachhaltigen Mehrwert für die Stadt und die gesamte Region.“

Rückbau auf rund 11,7 Hektar Fläche

Der nun begonnene Rückbau des ehemaligen technischen Bereichs der Reinhardt-Kaserne umfasst ein Areal von rund 11,7 Hektar. Insgesamt werden 21 ehemalige militärische Funktionsgebäude sowie zahlreiche Nebenanlagen zurückgebaut. Das Rückbauvolumen beträgt rund 105.000 Kubikmeter umbauten Raum. Darüber hinaus werden etwa 65.000 Quadratmeter versiegelte Flächen zurückgebaut, was ungefähr sechs Fußballfeldern entspricht.

Die Arbeiten werden vom Rückbauunternehmen AWR Abbruch ausgeführt. Die Rückbauplanung liegt bei GMP Geotechnik, während die LBBW Immobilien Kommunalentwicklung die Projektsteuerung übernimmt.

Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung im Fokus

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Rund 85.000 Tonnen Beton-Recyclingmaterial werden vor Ort aufbereitet und sollen später zu großen Teilen bei der Erschließung des neuen Quartiers wiederverwendet werden. Zudem konnten im Vorfeld zahlreiche Bauteile aus den Bestandsgebäuden einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Nachhaltiges Stadtquartier mit Vorbildcharakter

Die Entwicklung der Jagsthöhe folgt konsequent dem Grundsatz „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“. Statt neuer Flächenversiegelung auf der grünen Wiese wird eine militärische vorgenutzte Fläche zu einem modernen und nachhaltigen Stadtquartier weiterentwickelt. Gleichzeitig setzt das Projekt Maßstäbe in den Bereichen Klimaanpassung und Nachhaltigkeit. Geplant sind unter anderem die Pflanzung von rund 1.100 neuen Bäumen, großzügige Grün- und Freiräume, ein innovatives Regenwassermanagement nach dem Prinzip der Schwammstadt sowie eine nachhaltige Wärmeversorgung über ein kaltes Nahwärmenetz.

„Die Jagsthöhe ist weit mehr als ein neues Wohngebiet. Hier entsteht ein neues Stadtquartier mit hoher Aufenthaltsqualität, das ökologische, soziale und städtebauliche Anforderungen gleichermaßen berücksichtigt“, erläuterte Geschäftsführer Ulrich Nagl. „Der heutige Baggerbiss macht sichtbar, dass die Planungen nun Schritt für Schritt Realität werden.“

Ausblick auf die nächsten Schritte

Die Rückbauarbeiten im ehemaligen technischen Bereich sollen bis Ende 2026 abgeschlossen werden. Zeitnah nach Abschluss der Rückbauarbeiten soll in diesem Bereich mit dem Bau der Erschließungsanlagen begonnen werden. Der Start der Grundstücksvermarktung für den ersten Bauabschnitt ist nach aktuellem Stand für Mitte 2027 vorgesehen. Für die Einfamilienhausbauplätze wird die Interessentenliste ab Ende 2026 geöffnet. Die Stadt Ellwangen wird hierzu rechtzeitig über verschiedene Kanäle informieren, darunter die Presse, die städtische Website sowie den Projektnewsletter.

Video zum Baggerbiss

Eindrücke vom Baggerbiss und dem Start der Rückbauarbeiten auf der Jagsthöhe gibt es auch im folgenden Video:

Fotos und Videos: © FUZZI & FUZZI Medienproduktion GmbH